1. und 2. Bundesliga: spannender Spieltag Anfang November

Mainz gegen Stuttgart

Mainz gegen Stuttgart

1. Bundesliga: FSV Mainz 05 trifft den VfB Stuttgart

Fünf Heimpleiten in Folge und jetzt kommt auch noch der Tabellensechste aus Stuttgart zu Besuch in die Mainzer Coface Arena – beim FSV Mainz 05 werden sie so langsam aber sicher nervös. Das zeigt auch der Stunk um Torwart Heinz Müller. Seit dem Pokal-Triumph gegen Hannover 96 und Christian Wetklos gehaltenen Elfmetern sitzt der 33-Jährige Stammkeeper auf der Bank. Trainer Thomas Tuchel will auch im Spiel gegen den VfB Stuttgart Wetklo zwischen den Pfosten sehen. Das will sich Müller aber nicht bieten lassen und poltert seit Tagen wütend drauflos. Sogar von einem Weggang im Sommer ist die Rede. Der wäre dann sogar ablösefrei, weil sein Vertrag ausläuft. Noch wiegeln die Mainzer ab. Manager Cristian Heidel spricht stattdessen lieber von vorzeitiger Vertragsverlängerung. Aber das nimmt ihm derzeit wohl niemand so recht ab.

Der Abstiegsstress und die Torwart-Debatte helfen den in der vergangenen Saison so frechen Mainzern sicher nicht. Umso überraschender, dass die Buchmacher die Chancen für einen Sieg in etwa genauso hoch einschätzen wie für eine Niederlage. Grund zur Hoffnung für Mainz sind sicher die Eindrücke aus dem Training. Das Team trainiert voller Elan. Von Resignation, so Beobachter, sei keine Spur zu entdecken. Allerdings brauche man jetzt endlich wieder einen Sieg. Der gelang beim Heimspiel in der vergangenen Saison. Mit 2:0 fertigten die Mainzer Stuttgart ab.
Pech für die 05er: Kapitän Nikolce Noveski ist seit der Niederlage bei Werder angeschlagen, konnte nur wenig trainieren. Noch hofft Tuchel darauf, dass sein Abwehrchef am Freitag spielen kann. Die Entscheidung darüber fällt aber wohl erst kurz vor Beginn. Frohen Mutes und mit unglaublichem Selbstbewusstsein dürften die Stuttgarter nach Mainz kommen. In einem Wahnsinns-Spiel hatten sie gegen Meister Dortmund ein 1:1 erkämpft. Hinterher jubelten alle: Das war unsere beste Saisonleistung. Fast schon übermenschlich hatte Keeper Sven Ulreich das Unentschieden gehalten.
Und es gibt auch gute Nachrichten aus dem VfB-Lazarett: Stürmer Julian Schieber (Muskelriss) und Kapitän Matthieu Delpierre (Sehnen- und Muskelriss im linken Oberschenkel) trainieren seit Montag wieder mit. Beide waren monatelang verletzt, jetzt hofft man in Stuttgart, dass sie noch in der Hinrunde mitkicken können. Für das Match am Freitag in Mainz kommen beide allerdings noch nicht in Frage.

Mainz und Stuttgart spielten noch nicht oft gegeneinander – bislang ganze elf Mal. Die Bilanz spricht für den VfB: sieben Siege bei nur einer Niederlage. Weil beide Mannschaften gegeneinander nur dreimal Unentschieden spielten, sind die Quoten für solch ein Ergebnis auch besonders gut.

2. Bundesliga am Freitag, 04.11.2011

Braunschweig überrascht

Braunschweig überrascht

Eintracht Braunschweig ist wohl das Überraschungs-Team der Saison. Nach den ersten Siegen und der zwischenzeitlichen Tabellenführung wird so manch Fußball-Fan müde abgewinkt haben: Die rutschen schon noch ab. Tun sie aber nicht. Der Traditionsclub aus Niedersachsen bleibt wacker oben dran, knackte am vergangenen Spieltag sogar Tabellenführer SpVgg Greuther Fürth. Als Sechster haben die Braunschweiger sieben Punkte Rückstand auf einen Aufstiegsplatz. Am Freitag kommt Union Berlin im Stadion an der Hamburger Straße vorbei. Die Berliner spielen bislang ebenfalls ganz gut mit, liegen mit vier Punkten Rückstand auf die Eintracht auf Platz acht. Problem für Braunschweig: Gegen die Berliner setzte es bislang bei einem Sieg und einem Unentschieden drei Heimniederlagen. Die letzte gab’s beim 0:2 im Jahr 2009. Das war noch in der 3. Liga.

2. Bundesliga: Fortuna im Schongang?

Ein vermeintlich leichtes Spiel dürfte Tabellenführer Fortuna Düsseldorf mit Aufsteiger Dynamo Dresden haben. Die Wettquoten sind entsprechend eindeutig. Ganz anders sieht die Heimbilanz der Fortuna aus. Gegen Dynamo gab’s in vier Spielen zwei Niederlagen und nur einen Sieg. Das war 2009 in der 3. Liga. Bei den Düsseldorfern fehlt Routinier Sascha Rösler wegen der vierten Gelben Karte.

2. Bundesliga: Trainer-Rauswurf in Karlsruhe

An dieses Spiel dürften sie beim FC Ingolstadt 04 noch lange denken: Ein brutales 0:6 im Pokal gegen die übermächtigen Bayern. Dass Ingolstadt diese Schlappe offenbar problemlos weggesteckt hat, zeigte das Team im darauffolgenden Zweitliga-Match gegen Eintracht Frankfurt. Ein 1:1 trotzten die Mannen von Benno Möhlmann der Eintracht ab. Irgendwie verwunderlich, dass diese Mannschaft bislang nur neun Punkte einfuhr und als Sechzehnter in akuter Abstiegsgefahr schwebt.

Dass es immer noch schlimmer geht, zeigt der KSC – seit elf Spielen sind die Karlsruher ohne Sieg. Am vergangenen Wochenende der vorläufige Tiefpunkt: 1:5 bei Aufsteiger Dynamo Dresden verloren. Der letzte Dreier stammt vom 3. Spieltag, ein 2:0 in Aue. Und so kam es, wie es kommen musste. Der KSC warf Trainer Rainer Scharinger raus. Seit Montag hat mal wieder Markus Kauczinski übernommen. Er springt jetzt schon zum dritten Mal ein. Lange darf er die Karslruher auch dieses Mal nicht trainieren. Ihm fehlt die nötige Lizenz.