Bundesliga: BVB mit Schwung, Wölfe mit Sorgenfalten

War das der Durchbruch für den Deutschen Meister Borussia Dortmund? Endlich schaffte der BVB den ersten Dreier in der Champions League. Und am Samstag, den 5.11.2011, kann die Borussia in der Bundesliga sogar Platz zwei hinter dem mächtigen FC Bayern München klar machen. Denn: Es kommt der stark angeschlagene VfL Wolfsburg in den Signal-Iduna-Park.

Dortmund startet durch

Dortmund startet durch

Noch viel wichtiger als Platz zwei in der Tabelle wäre für die Fans in schwarz-gelb, dass die Borussia dann auch endlich wieder die Nase in der Ruhrgebiets-Meisterschaft vorne hätte. Zumindest bis zum Sonntag läge der BVB dann nämlich vor Dauer-Rivale FC Schalke 04. Ob die Königsblauen dann aber auch wirklich drei Punkte gegen Hannover 96 einfahren, darf ruhig bezweifelt werden. Nicht nur spielen die Niedersachsen in dieser Bundesliga-Saison extrem frech und haben bislang als eines von zwei Teams die Bayern abgefertigt. Nein, auch Klaas-Jan Huntelaar fehlt dem FC Schalke. Der Niederländer ist der Top-Torjäger der Gelsenkirchener. Doch beim super peinlichen Champions-League-0:0 zu Hause gegen Larnaka brach sich Huntelaar das Nasenbein. Ob er am Sonntag in Hannover mitmachen kann, ist mehr als fraglich.

Doch zurück zum Samstags-Spiel zwischen Borussia Dortmund und dem VfL Wolfsburg: Der BVB kommt wie gesagt mit breiter Brust in die Partie gegen die Wölfe. Nicht, dass das 1:0 gegen Piräus ein rauschendes Fußballfest gewesen wäre. Nein, der Deutsche Meister hatte wohl eher den Willen zur harten Arbeit wieder entdeckt. Die Zeiten, in denen den Borussen alles leicht von der Hand (also vom Fuß) ging, sind vorbei. Kampfgeist und starker Wille sind jetzt gefragt. Und Trainer Jürgen Klopp scheint seinen Jungs so einiges davon eingegeben zu haben.

Zuversichtlich dürfte Kloppo auch der Auftritt von Moritz Leitner gestimmt haben. Der gerade mal 18-Jährige hatte den verletzten Sven Bender (Bänder-Probleme) in der Champions League ziemlich gut vertreten. Der Mittelfeld-Stratege ist wieder so ein frecher Junger aus dem Dortmunder Jungbrunnen. Geboren ist Leitner allerdings in München. Er kam in der Dortmunder Meister-Saison von 1860 München und war zunächst an die 1860er ausgeliehen worden.

 

Sorgenfalten bei den Wölfen

Besorgte Wölfe

Besorgte Wölfe

Während sie in Dortmund lachen, macht sich der Trainer des VfL Wolfsburg Felix Magath wohl ernsthafte Sorgen um die Bundesliga-Saison 2011/12. Mehr als ein Mittelfeldplatz war für die teuer zusammengekaufte Truppe bislang nicht drin. Und jetzt kommen auch noch die vielen Verletzten hinzu. Lange hatten sie in Wolfsburg versucht, ohne eine Operation für Thomas Hitzlsperger auszukommen. Doch jetzt kam der Mittelfeldstar doch unters Messer. Grund: die anhaltenden Probleme im Meniskus seines linken Schussbeines. Wie lange er ausfällt ist bislang unklar.

Dazu kommen noch ganz dicke Fragezeichen hinter Stürmer Mario Mandzukic. Der Kroate plagt sich mit einer Erkältung. Sein Einsatz ist fraglich. Besonders schlimm für die Wölfe, denn Mandzukic schlug in den vergangenen vier Bundesliga-Partien gleich fünfmal zu. In der gesamten Saison schoss der 25-Jährige bereits sieben Tore.

Während es in Wolfsburg noch Hoffnungen auf die Genesung von Mario Mandzukic gibt, besteht für Alexander Madlung kaum Hoffnung darauf, in Dortmund auflaufen zu können. Der Innenverteidiger des VfL Wolfsburg laboriert noch immer an seinem Muskelfaserriss im rechten Oberschenkel. Madlung trainierte zwar bereits vorsichtig mit, ist aber bei weitem noch nicht schmerzfrei. Und da auch Srdan Lakic über Meniskus-Probleme klagt, wird der Kader von Felix Magath immer dünner. Kein guter Zeitpunkt, um einen Auswärtssieg der Wolfsburger zu wetten, sagen auch die Buchmacher.

 

Wolfsburger Zahlenspiele

Hoffnung geben dem VfL Wolfsburg sicher die vergangenen Spiele beim BVB. Seit dem 4:2 in der Meister-Saison 2008/09 holten die Wölfe zwei Unentschieden bei der Borussia. In der vergangenen Spielzeit allerdings setzte es ein 0:2. Und noch eine interessante Statistik: Dortmunds Trainer Jürgen Klopp verlor gegen Felix Magath sieben seiner elf Spiele (bei nur einem Sieg und drei Unentschieden). So oft gewann kein anderer Bundesliga-Trainer gegen Kloppo.