Rückrunde startet mit der Revanche der Bayern gegen Gladbach
Die Saison begann mit einem Paukenschlag. Borussia Mönchengladbach siegte beim FC Bayern München mit 1:0. Alle außer den Bayern-Fans jubelten, die meisten trauten den Fohlen aber wohl nicht mehr zu als diesen „zufälligen“ Knaller. Nach dem Ende der Hinrunde lacht keiner mehr über die Gladbacher und nicht Wenige trauen dem VfL sogar die Wiederholung des Bayern-Coups zu. Zum Start in die Rückrunde am Freitag (20.1.2012) muss der FCB in die Höhle des Löwen.
Kein Zweifel, die Heimschlappe gegen die Borussia war ein Schock für die Bayern. Das Team fing sich zwar schnell und hat inzwischen an der Tabellenspitze drei Punkte Vorsprung vor Meister Borussia Dortmund, aber so eine Niederlage hinterlässt Spuren. Die Bayern gaben sich in der Woche vor dem Freitags-Match gewohnt cool, sprachen den Gladbachern gar die Fähigkeit ab, in den Meisterschaftskampf einzugreifen. Aber zwischen den Zeilen war mehr zu lesen. Der Respekt ist riesig.
Zurecht, denn Borussia Mönchengladbach ist zu Hause gegen die Bayern eine Macht. In den vergangenen zehn Heimspielen holten die Borussen gegen den Favoriten aus dem Süden Deutschlands zwei Siege und sechs Unentschieden. Gerade mal zwei Partien gingen verloren, zuletzt beim 1:3 im Januar 2006.
Neben der Niederlage im Hinspiel wurmt die Bayern wohl auch, dass Borussias Super-Star Marco Reus nicht zu ihnen kommt, sondern nach der Saison zur anderen Borussia nach Dortmund wechselt. Unter der Woche kommentierte Bayerns Vorstands-Boss Karl-Heinz Rummenigge Reus’ Wahl als „den leichteren Weg“. Der so angegriffene könnte schon am Freitag sportlich zurück schlagen. Ein weiterer Sieg und die Gladbacher sind bis auf einen Punkt am Rekordmeister dran, Reus’ neuer Club der BVB könnte gar nach Punkten gleichziehen.
De Camargo muss wieder draußen bleiben
Sorgen macht den Bayern nach der Rückkehr aus dem Trainingslager im sonnigen Katar das rechte Knie von Bastian Schweinsteiger. Der Mittelfeld-Chef konnte seit November wegen eines bösen Schlüsselbeinbruchs nicht mehr spielen, sein Einsatz gegen Gladbach soll aber nicht gefährdet sein. Ganz sicher nicht dabei ist Franck Ribery, der nach Gelb-Rot gesperrt ist.
Mit einem blauen Auge wird wohl Bayerns Brasilianer Breno davon kommen. Der hatte sich in einer Twitter-Attacke wüst über seinen Verein beklagt und mehr Einsatz gefordert. Nach einem Gespräch mit Trainer Jupp Heynckes und einer anschließenden Entschuldigung bei seinen Mitspielern wollen die Bayern von Strafen absehen. Der Abwehrmann gehörte bislang in keinem einzigen Spiel zur Startformation.
Wohl wieder auf der Gladbacher Bank schmoren muss Igor de Camargo. Und das obwohl er das goldene 1:0 bei den Bayern geschossen hatte. Aber in seinen neun Einsätzen für die Fohlen traf der 28-Jährige bislang nur zweimal. Zu wenig bei der Konkurrenz. Gladbachs Torjäger Marco Reus ist mit seinen zehn Treffern eh gesetzt, aber auch Mike Hanke (3 Tore) wird wohl wieder anfangen.
