Die Handball-Bundesliga ist ein wenig durcheinander geraten. Weil so manch deutscher Vertreter in den internationalen Wettbewerben unterwegs ist, können einige Spieltage erst nach Wochen beendet werden. Die Füchse Berlin und die SG Flensburg-Handewitt stürmen dagegen allen anderen Teams voraus. Beide beginnen schon am Dienstag (8.11.2011) den 11. Spieltag in der HBL.
Die SG Flensburg-Handewitt gehört seit Jahrzehnten zur deutschen Spitze. Und doch: Zum Titel reichte es bislang nur ein einziges Mal. Das war 2004. Die wichtigsten Duelle waren stets die gegen den Nordkonkurrenten THW Kiel – und gingen meist verloren. Auch in dieser Saison sieht’s bislang nicht nach der zweiten Deutschen Meisterschaft aus. Die Flensburger haben schon jetzt zwei Niederlagen auf dem Konto, Tabellenführer Kiel ist ungeschlagen.

THW Kiel
Wieder solide aber eben nicht absolute Spitze sind die Füchse Berlin in die neue Saison gestartet. Bisheriger Höhepunkt war das Hammer-Match gegen den THW Kiel. Nur ganz knapp verloren die Berliner in eigener Halle mit 32:33. Anschließend erhob THW-Coach Alfred Gislasson die Füchse sogar zum Mit-Meisterschaftskandidaten.
Seit vier Jahren mischen die Füchse Berlin wieder in der HBL mit – und das mit Erfolg. In diesem Jahr dürfen sie sogar schon in der Champions League mitmachen. Grund dafür ist die herausragende vergangene Saison, in der die Füchse Platz drei schafften und auch die große SG Flensburg-Handewitt (Platz sechs) hinter sich ließen.
In dieser Saison war es auch, als die Füchse Berlin endlich gegen die SG Flensburg-Handewitt gewannen. In den sechs vorausgegangenen Anläufen hatte es zum Teil derbe Niederlagen gehagelt. In der vergangenen Spielzeit siegten die Füchse in Flensburg und schafften zu Hause ein Unentschieden. Drei Punkt gegen einen der ganz Großen im deutschen Handall, das dürfte Auftrieb für das Spiel am Dienstag geben. Die tollen Ergebnisse aus der vergangenen Saison sind es wohl auch, die die Füchse Berlin zum Wettfavoriten über die SG Flensburg-Handewitt machen.
Handicap Supercup
Für das Dienstags-Match im Fuchsbau haben sich die Berliner eine Menge vorgenommen. Der erste Heimsieg gegen das Spitzenteam aus Schleswig-Holstein soll her. Beide Mannschaften konnten aber nicht voll trainieren, sie mussten in der vergangenen Woche etliche Spieler für verschiedene Nationalteams abstellen. Während die für Deutschland, Dänemark und andere Länder Tore warfen, trainierten daheim in Flensburg und Berlin nur Rumpfmannschaften.
In der Saison 2009/2010 ärgerte Lemgo den THW Kiel
Während also die Füchse Berlin und die SG Flensburg-Handewitt am Dienstag schon in den 11. Spieltag starten, beenden die anderen HBL-Teams erst am kommenden Wochenende den 10. Spieltag. Den begannen bereits im September die Rhein-Neckar Löwen mit einem Sieg über Meister HSV Hamburg. Spannendste Partie dürfte am Samstag (12.11.2011) das Heimspiel von Tabellenführer THW Kiel gegen den TBV Lemgo sein. Die Lemgoer halten als Sechster gut mit, liegen nur einen Punkt hinter den Füchsen Berlin.
Doch gegen den THW Kiel lief’s für den TBV Lemgo in der Regel nicht so gut. Allein in der vergangenen Saison setzte es zwei ordentliche Niederlagen. Zu Hause hieß es am Ende 26:33, in Kiel ging Lemgo gar 26:35 unter. Auf der anderen Seite liegt der letzte Sieg gegen den übermächtigen THW Kiel gar nicht so lange zurück. Im März 2010 gewann der TBV sein Liga-Heimspiel 32:30. Und im September 2009 gelang ein 27:27 in Kiel. Der Tabellenführer ist gewarnt.
