NBA: Mavericks gegen Spurs

Mavericks: Das Spiel gegen die Spurs zählt doppelt

Vor der neuen NBA-Saison hieß es schon: Die Dallas Mavericks hätten ihre letzte Chance auf einen Titel genutzt. Von nun an werde es bergab gehen. Die Kritiker scheinen recht zu haben. Noch ist die Streik belastete Spielzeit zwar jung, aber in den ersten Spielen wurde deutlich: Diese Mavs haben keine Chance auf die Titelverteidigung. Am Freitagmorgen (6.1.2012) unserer Zeit geht’s für Dirk Nowitzki und sein Team zu den San Antonio Spurs.

Die Bilanz zwischen Mavericks und Spurs war zuletzt äußerst ausgeglichen. Viermal mussten beide Teams in der Meistersaison der Mavs gegeneinander spielen, jede Mannschaft gewann zwei Matches – eins zu Hause, eines auswärts. Vor allem die Spiele in San Antonio waren jeweils eine deutliche Angelegenheit. Im November 2010 holte sich Dallas ein 103:94, verlor dann aber im Januar des vergangenen Jahres 89:101. Auch die Bilanz der letzten 20 Spiele gegeneinander ist ausgeglichen: Spurs und Mavericks siegten jeweils zehnmal.

In der neuen Saison ist für Dallas alles anders. Das Team war von Beginn an das gejagte. Kampfansagen gab’s nicht nur aus der eigenen Southwest Division sondern von etlichen Mannschaften der Western Conference. Sechs Spiele sind vorbei und die Mavericks sind bei nur zwei Siegen Letzter im Südwesten. Die Tabelle führen die Spurs an. Doch in dieser Division ist’s wahnsinnig eng. San Antonio hat von seinen fünf Spielen auch nur drei gewonnen, von einer Dominanz kann da nicht die Rede sein.

 

Wichtige Abgänge und die Neuen kommen nicht in Schwung

Um NBA-Champion zu werden, braucht es sicher mehr als nur einen Super-Star. Der war in der vergangenen Saison ohne Zweifel Dirk Nowitzki. Und er ist es schon wieder in dieser Spielzeit. Zwei seiner wichtigsten Begleiter sind aber weg. Tyson Chandler wirft jetzt für die New York Knicks Körbe, er war der Fels in der Verteidigung der Mavericks. Auch J.J. Barea hat jetzt ein neues Team. Der quirlige Dribbler spielt für die Minnesota Timberwolves.

Stattdessen kamen gute Athleten nach Dallas. Aber weder Lamar Odom noch Vince Carter oder Delonte West konnten bislang wirklich überzeugen. Carter kommt pro Spiel auf durchschnittlich neun Punkte, Odom holte sich 4,2 Rebounds und West schaffte drei Assists. In Dallas dominieren Nowitzki (22,5 Punkte), Brendan Haywood (5,7 Rebounds) und Jason Kid (5,0 Assists) die Statistiken. Allesamt sind sie Mitglieder des Meisterteams der vergangenen Saison.

Für die Mavs spricht in dieser Saison eigentlich nur eines: die 16 Spiele weniger. Weil Streik und Aussperrung so lange dauerten, schafft es die NBA nicht durch eine normale 82er Spielzeit. Den alten Herren aus Dallas (Nowitzki ist 33, Jason Terry 34 und Jason Kidd 38) tut sicher jede Pause gut.

Im ersten Schritt müssen die Mavs endlich in der eigenen Southwest Division Fuß fassen. Das Match am Freitagmorgen in San Antonio ist das erste gegen einen direkten Rivalen. Auch die Spiele gegen die Memphis Grizzlies, New Orleans Hornets und Houston Rockets müssen gewonnen werden. Alle Divisions-Rivalen stehen in der Tabelle bislang besser da als die Champions aus Dallas.