Es geht rund in der englischen Premier League – der “Super Sunday” steht an! Bis auf den FC Arsenal sind alle wichtigen Mannschaften der englischen 1. Liga für den kommenden Sonntag gesetzt:
- Tottenham Hotspur : FC Liverpool (14:30 Uhr MEZ)
- FC Fulham : Manchester City (16:00 Uhr MEZ)
- AFC Sunderland : Stoke City (16:00 Uhr MEZ)
- Manchester United : FC Chelsea (17:00 Uhr MEZ)
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Top: Manchester … und Manchester
Aus Manchester hagelt es derzeit Tore – und zwar aus beiden Vereinen. Die Mannschaften aus dem englischen Nordwesten belegen Platz 1 und Platz 2 der Premier League 2011/2012. Traditionell auf dem Spitzenplatz: Manchester United. Aufgrund von Milliarden-Investments aus den Arabischen Emiraten hat Man United allerdings mit Manchester City einen ernsthaften Konkurrenten in der eigenen Stadt bekommen. Sage und schreibe 78 Millionen Pfund hat Man City allein in der Sommerpause ausgegeben und unter anderem Samir Nasri von Arsenal (für ca. 25 Mio. Pfund) sowie Sergio Aguero von Atletico Madrid (ca. 35 Mio. Pfund) weggelockt. Der argentinische Nationalspieler Aguero scheint sich schon zu lohnen: in nur vier Spielen hat er bereits sechs Tore geschossen, darunter ein Hattrick gegen Wigan Athletic. Insgesamt hat Man City in vier Spielen schon 15 Tore geschossen und nur drei Gegentore kassiert. Wow! Trotzdem kamen sie an die Spitzenleistungen von Manchester United nicht ganz heran: dank 18 Toren (darunter zwei Hattricks durch Wayne Rooney gegen Arsenal und Bolton) und ebenfalls nur drei Gegentoren liegt Man United weiter oben.
FC Chelsea vs. Fernando Torres
Direkt hinter den beiden Mannschaften aus Manchester belegt der FC Chelsea Platz 3 der aktuellen Premier-League-Tabelle. Die Londoner, seit Jahren finanziell vom russischen Milliardär Abramowitsch gesteuert, haben seit 2011 einen neuen Trainer, André Villas-Boas, und einen ziemlich unglücklichen Stürmer in der Mannschaft, nämlich Fernando Torres. (Zur Erinnerung: Torres ist der Spieler, der für Spanien im EM-Finale 2008 die deutsche Nationalmannschaft aus dem Turnier schoss). Torres wurde letzte Saison für 50 Mio. Pfund vom FC Liverpool geholt, wo er eine äußerst magere Saison abgeliefert hatte. Seine Form hat sich bisher nicht entscheidend verbessert: In 18 Premier-League-Spielen hat er bisher nur ein einziges Tor geschossen und durfte daher im letzten Chelsea-Spiel gegen den AFC Sunderland sogar auf der Bank Platz nehmen. Nun hat sich Torres noch mehr Ärger zugezogen, nachdem er in einem Interview mit der spanischen Website Primera Liga seine Mannschaft als “very slow” bezeichnet hat. Chelsea ist sauer, der 27-Jährige redet sich raus: das sei in der Übersetzung falsch rüber gekommen … ach so!
Tottenham gegen Liverpool – heiß auf die Champions League
Obwohl Tottenham Hotspur aktuell nur auf Platz 15 der Tabelle rangiert, Liverpool auf Platz 6, sind beide Mannschaften heiße Anwärter auf den wichtigen Champions-League-Platz 4. Der FC Liverpool kann auf eine jahrelange Champions-League-Tradition zurückblicken, kaum ein Jahr, in dem die Reds sich nicht für den Europapokal qualifizierten. Dann kehrte Frust ein: Platz 7 in 2009/2010, Platz 6 in 2010/2011 – Champions League und Europa League fanden ohne den ehrgeizigen FC Liverpool statt. Nun hat der Verein in den letzten Monaten ordentlich aufgerüstet: Hinzu gekommen sind Luis Suárez, der WM-Star-Stürmer aus Uruguay, der englische Nationalspieler Andy Carrol, Sebastián Coates, der kürzlich zum “besten jungen Spieler” in der Copa América gekürt wurde, sowie Stewart Downing, Jordan Henderson, José Enrique und Charlie Adam. Bis letzte Woche lief die neue Dampfmaschine noch reibungslos – doch dann verloren die Reds auswärts gegen Stoke City und belegen derzeit mit sieben Punkten den 6. Platz in der Liga.
Liverpools Gegner aus London, Tottenham Hotspur, hat auch eine glückliche Sommerpause hinter sich: Wichtige Spieler gehalten, neue Profis hinzugewonnen. Im Kader gesichert wurden insbesondere der kroatische Mittelfeld-Zauberer Luka Modric sowie sein begehrter Mittelfeld-Kollege Rafael van der Vaart. Hinzu gekommen sind, als Leihgabe von Manchester City, der togoische Stürmer Emmanuel Adebayor sowie vom Absteiger West Ham der englische National-Mittelfeldspieler Scott Parker. (Dieser wurde übrigens, trotz des Abstiegs, zum “Football Writers’ Association Footballer of the Year 2010-2011″ gekürt, was ein wenig für Überraschung sorgte).
Im Gegensatz zum FC Liverpool gelangte Tottenham Hotspur vorletzte Saison sehr wohl in die Champions League und sorgte dort auch gleich für Aufregung: nicht nur Werder Bremen und Inter Mailand wurden in der Gruppenphase aus dem Rennen geworfen, auch der große AC Mailand musste im Achtelfinale dran glauben. Es scheint, die Spurs sind auf den Geschmack gekommen und wollen nächste Saison unbedingt wieder am europäischen Fußball teilhaben – einer der größten Konkurrenten dabei wird auf jeden Fall der “Super Sunday”-Gegner Liverpool FC sein.
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