Super-Knaller in der BBL: Bamberg muss nach Bonn

Das tut weh. In der Basketball Bundesliga sind die Brose Baskets Bamberg noch ungeschlagen, aber in der Euroleague setzt’s eine Niederlage nach der anderen. In der vergangenen Woche gab’s gegen Zalgiris Kaunas die dritte in Folge. Der deutsche Meister steht vor dem Aus schon in der Vorrunde. Wie gut können sich die Bamberger nach der frustrierenden Niederlage noch auf die BBL konzentrieren? Gefordert sind am Sonntag (13.11.) Höchstleistungen. Denn es geht zum ärgsten Verfolger Telekom Baskets Bonn.

Doch zunächst einmal hieß es für die Brose Baskets Bamberg Wunden lecken. Ein Mann hatte den Deutschen Meister praktisch im Alleingang zerlegt: Ex-NBA-Profi Sonny Weems. Es war der erste Sieg der Litauer von Zalgiris Kaunas. Beste Werfer bei Bamberg: Predrag Suput (19), Marcus Slaughter (11) und Julius Jenkins (10).

Und jetzt geht’s zu den Telekom Baskets Bonn – und zwar auf dem direkten Weg. Gleich nach der Rückkehr aus Litauen flog das Team der Brose Baskets Bamberg weiter in die ehemalige Bundeshauptstadt. Dort wird für das BBL-Spitzenspiel trainiert.

Bonn ist ausgeruht

Derweil freuen sich die Telekom Baskets Bonn auf den Basketball-Knaller gegen die Brose Baskets Bamberg. Auch die Bonner verloren zwar unter der Woche ihre internationale Partie bei BC Minsk 2006 (71:79), hatten aber genügend Zeit sich auszuruhen. Und das Spiel in aller Ruhe vorzubereiten. Erstes Ziel müsse es sein, den Gästen aus Franken den offensiven Wind zu nehmen, heißt es aus Bonn. Auf der Website der Telekom Baskets wird Trainer Michael Koch so zitiert: „Wir müssen im Angriff selbst viel Zeit von der Uhr nehmen, um die Zahl der Ballbesitze niedrig zu halten. Zudem dürfen wir in der Verteidigung nicht zu weit von den Außenspielern absinken, da die meisten Bamberger über einen ordentlichen Wurf aus der Distanz verfügen.“

Und der Trainer der Telekom Baskets Bonn Michael Koch hat noch eine weitere Schwachstelle ausgemacht. Die Brose Baskets Bamberg hätten noch immer am Ausfall von Aufbauspieler John Goldsberry (Knorpelschaden im linken Knie) zu knabbern. Dessen Aufgaben müssten sich jetzt Julius Jenkins, Brian Roberts und Anton Gavel teilen. „Da müssen wir defensiv ansetzen“, kündigt Koch an.

Im direkten Vergleich (inklusive Play Offs) steht’s 7:3 für die Brose Baskets Bamberg. Der Deutsche Meister gewann ebenfalls drei der bislang fünf Matches bei den Telekom Baskets Bonn. Auch das in der vergangenen Saison: 94:81. Der letzte Heimsieg der Bonner stammt aus dem Januar 2010. Damals siegten die Telekom Baskets 89:79. Danach gab’s je eine Heimschlappe in den Play Offs und dem besagten BBL-Spiel in der vergangenen Saison.

Kellerduell in Oldenburg

Ebenfalls am Sonntag müssen die Trierer ihre Saison zum guten wenden. Platz 12 nach sieben Spielen ist zu wenig für die TBB Trier. Gegner sind die NY Phantoms Braunschweig. Die Niedersachsen spielen als derzeit Neunter noch gut mit. Trier gewann sein Heimspiel der vergangenen Saison 74:65.

Fast schon so eine Art Kellerduell steigt am Sonntag zwischen den EWE Baskets Oldenburg und Phoenix Hagen. Hagen schaffte in dieser Spielzeit immerhin schon drei Siege, die Oldenburger gerade mal zwei. Oldenburg gewann drei der bislang vier Spiele gegen Hagen und alle beiden Heimspiele.