Alles spricht für die Saints, aber es ist Play-Off-Zeit in der NFL
In der National Football League (NFL) hat der Weg zum Superbowl XLVI (46) begonnen. Die reguläre Saison ist geschafft, am Samstag (7.1.2011) starten vier Teams in das so genannte Wildcard-Wochenende. Die Cincinnati Bengals müssen zu den Houston Texans und die Detroit Lions zu den New Orleans Saints. Am Sonntag (8.1.2012) spielen dann die Denver Broncos gegen die Pittsburgh Steelers und die New York Giants gegen die Atlanta Falcons. Die vier Sieger treffen eine Woche drauf in den Conference-Halbfinals auf die zwei jeweils besten Mannschaften aus NFC und AFC.
Der große Kracher des Wildcard-Wochenendes ist das NFC-Match der Saints gegen die Löwen aus Detroit. Noch nie prallten in einem NFL-Play-Off-Spiel zwei so stark werfende Quarterbacks aufeinander. Drew Brees (New Orleans) knackte in dieser Spielzeit den 27 Jahre alten Rekord von Dan Marino (ehemals Miami Dolphins) für den größten erworfenen Raumgewinn. 5.476 Yards schaffte der Ausnahme-Spielmacher – auch, weil seine Receiver so gut fingen. Der Hammer: Lions-QB Matthew Stafford war nur unwesentlich schlechter. Er kam auf gut 5.000 Yards. Experten rechnen mit 100 Pässen und mehr in der Play-Off-Partie der beiden Teams am Samstag. So ein Spiel kann dann schon mal vier Stunden dauern.
Detroit steht in diesem Jahr Kopf. 13 Jahre ist es her, seit die Lions das letzte Mal in den Play Offs waren. Die Zeit seither war eher eine der Tränen und Enttäuschungen. Die Heiligen aus New Orleans dagegen gehörten in den vergangenen Jahren fest zu den Play Offs, holten vor zwei Jahren sogar den Super Bowl. Detroit gewann in der regulären Saison fünf von acht Auswärtsspielen, die Saints sind zu Hause ungeschlagen.
Wichtig: Detroit muss frühzeitig mit punkten
Alles in allem spricht in diesem Spiel so ziemlich alles für die Saints. Zumal sie auch das erste Aufeinandertreffen im Dezember 31:17 gewannen. Doch Detroit hat in der laufenden Saison sein Löwenherz wieder entdeckt. Viermal lagen die Lions in dieser Spielzeit schon zweistellig hinten und drehten die Partien noch. Alleine diese Tatsache macht das Spiel am Samstag spannend.
Bei den zwei starken Quarterbacks werden vor allem die Defense-Reihen gefragt sein. Die große Aufgabe: Macht Druck auf Brees und Stafford. Hier waren die Lions im Dezember besonders erfolgreich. Zweimal warfen sie Drew Brees zu Boden, 35-mal stoppte die Defense Line die Running Backs der Saints. Die Folge: Sieben Verteidiger können sich auch am Samstag um die gefährlichen Passempfänger aus New Orleans kümmern. Sicher ein Vorteil.
Zweiter Schlüssel für einen Detroiter Erfolg ist: Haben die Löwen aus der Niederlage im Dezember gelernt? 21 Punkte kassierten sie im zweiten Viertel. Das war die Entscheidung. Weiteres Problem damals: Nicht ein Punkt aus den ersten drei Angriffsserien. Das darf nicht noch mal passieren.
Saints: Schnitt von 41 Punkten pro Heimspiel
Was, wenn das Spiel trotz der theoretischen Überlegenheit der New Orleans Saints im vierten Viertel noch ganz eng ist? Dann könnte doch noch das Laufspiel entscheidend sein. Läufe lassen die Uhr weiterlaufen – Zeit, die dabei helfen würde, die Offense des Gegners draußen zu halten. Auch hier sind die Saints klar im Vorteil. Gleich drei gute Running Backs kann New Orleans aufbieten: Pierre Thomas, Chris Ivory und Darren Sproles überzeugten wieder mal in dieser Saison. Pech für die Lions: Sie haben nur einen ernsthaft gefährlichen Läufer in ihren Reihen: Kevin Smith.
Und ein letzter Fakt, der ebenfalls für einen Sieg der Saints spricht: In Heimspielen schaffte das Team im Schnitt 41 Punkte. Die musst du als Gegner erstmal kontern.
